Die Männer nach links, die Frauen nach rechts: Sexismus und Nationalismus zur WM
Die Augen geradeaus: Heute enthielt der Newsletter des “Programmkinos” der Stadt, passend zur WM und doch distinguierend vom national-siffig-tricolorem Joghurt, folgendes Angebot:
“Betreuungsangebot zur Fußball-Weltmeisterschaft”
Sehr geehrte Damen und Herren. Eine Fußball-Weltmeisterschaft kann eine schwerwiegende Belastung für jede noch so gut geölte Beziehung sein. Wir, vom Café und Kino im Schillerhof, möchten Ihnen helfen diese Herausforderung zu meistern. Während Sie, die Damen also, sich einen vergnüglichen Kinoaufenthalt gönnen, haben Sie die Möglichkeit ihre männliche Begleitung in die Hände unseres geschulten Cafépersonals und des Fußballs zu geben. Wir bieten sämtliche Spiele als Liveübertragung an, je nach Wetterlage im BIER!garten oder im Café.
Quelle: Newsletter des Schillerhof
Klar, wenn die Frau (cooking, cleaning, caring) dann doch keinen Bock auf Wickelrock, Bikini oder MakeUp in bekannter Dreifarbkombi hat, während der Mann (Arbeit, Bier, Fussball) aber nervtötend aller Zivilisation im homosozialen, chauvinistischen Kollektiv trotzen will, dann schickt die Damen ruhig rein in den Kinosaal und die Herren in den Biergarten, der übernimmt dann die Daseinsfürsorge für ein paar Abende. Wohin auch sonst… Zum Glück für die Gastrobranche, ist alles, aber auch wirklich alles absolut simpel… Zum Glück sind meine Kellnerin/Barmaus-Zeiten vorbei; das war vor 2006 schon eklig genug.
Als wäre genau dieses Angebot auch bei der “Mädchenmannschaft” eingegangen, erschien dort heute ein thematisch verwandter Beitrag zur erweiterten Verknüpfung “Frauen, Nation und Fußball” mit dem Titel “Friedliche Fahnenträgerinnen”.
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