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Melancholie ist eine Form des Widerstands. Und auf dem Niveau der Kunst vollends ist ihre Funktion alles andere als nur reaktiv oder reaktionär. Wenn sie, starren Blicks, noch einmal nachrechnet, wie es nur so hat kommen können, dann zeigt es sich, dass die Motorik der Trostlosigkeit und diejenige der Erkenntnis identische Executiven sind. Die Beschreibung des Unglücks schließt in sich die Möglichkeit zu seiner Überwindung ein.
W.G. Sebald: Die Beschreibung des Unglücks. Zur österreichischen Literatur von Stifter bis Handke, Salzburg/Wien: Residenz 1985, S. 12
(via drkorsakov)
On January 21, 2012 at 11:55am