Der “Pädagogische Arbeitskreis gegen Antisemitismus” lädt ein: zunächst zur Ausstellungseröffnung “Das hat’s bei uns nicht gegeben! - Antisemitismus in der DDR” am Mittwoch, den 25. Mai 2011 um 18:00 Uhr im Aula-Foyer des Universitätshauptgebäudes (Fürstengraben 1/Jena).

Im Anschluss, um 19Uhr im Hörsaal 235, wird es den ersten in einer begleitenden Reihe von Vorträgen geben. Dr. Heike Radvan von der Amadeu Antonio Stiftung spricht zur Entstehungsgeshichte und Rezeption der Ausstellung.


weitere Termine der Vortragsreihe:

Donnerstag, 09. Juni 2011, 19:00 Uhr - SR 113, Universitätscampus:

Vortrag mit Dr. Thomas Haury, Soziologe: Die antisemitische Säuberungswelle 1952/53 in der DDR

Dienstag, 14. Juni 2011, 19:00 Uhr - HS 7, Universitätscampus:

Vortrag mit Karl Pfeifer, Journalist: Antisemitismus und Antiziganismus in Ungarn

Dienstag, 05. Juli 2011, 19:00 Uhr - HS7, Universitätscampus:

Vortrag mit Dr. Martin Jander, Historiker: Helmut Eschwege - Ein jüdischer Historiker in der DDR


alle Informationen finden sich auf dem Blog des “Pädagogischen Arbeitskreis gegen Antisemitismus”

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Mit ein bisschen “Phantasie” hätte das auch ein cleverer Mädchenstreich sein können, so, ist es eine Straftat. Logisch.

Hallo Jena! informiert:

Der analytische Polizeisprech des Mitglieds der Stadtverwaltung kann nicht darüber hinwegtäuschen, das Mitglied der SPD (sic!) gibt offen zu:

Da fehlt mir jede Phantasie!*

Hallo Jena! schlägt zur Verbesserung der Analysefähigkeit folgende Literatur vor:

  • Blanco, Roberto: Ein bißchen Spaß muss sein (Audio CD)
  • Mehringer, Hartmut: Bayern in der NS-Zeit: Die Parteien KPD, SPD, BVP in Verfolgung und Widerstand.
  • Schröter, Dr. Albrecht: Die Umbenennung des Petersenplatz in Jena als antifaschistischer Widerstand in der postnazistischen BRD (im Druck).
  • Kuhn, Birgit: Logisches Denken schulen: Gehirn trainieren und Zusammenhänge erkennen. Die erfolgreichsten Methoden, Tipps und Strategien.
  • alles von Marlene Dietrich

* Das Wort “Phantasie” wird in der thüringischen Mundart synonym für Sachkenntnis, Verstand und Vernunft verwendet.

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Video, 3:30min, ca. (wenn gerade Langeweile vorherrscht, ruhig mal anklicken, damit das Nachfolgende ansatzweise Sinn macht)

Im “Club”? Frankfurt am Main? Der drapierte doofe “Punk”?! Mit der einen aus dieser Prototyp-WG hatte ich auch mal vor Jahren ein Seminar. Und der rumsitzende Typ mit dem Pappkaffeebecher drückte sich mal vor einem Referat mit mir… Und ich kenn sie leider alle. Diese Idiot_innen. Wäre ich mal wengistens nach Weimar gezogen, vielleicht blieben mir diese Szenerien erspart, denn: es ist wirklich so wie es dort dargestellt wird (abseits von dem FFM-Link): zum kotzen. Komisch allerdings, dass die wenigen tatsächlich angenehmen Elemente in diesem Ort, die wie ich es gerne zugebe, ja auch vorhanden sind, nicht thematisiert wurden.

Nur ein einziger, dabei aber entscheidender Unterschied zur Realität sollte bemerkt sein: Jena ist nicht Ostdeutschland. Also: topographisch schon. Aber das was Jena und das studentische sowie wirtschaftlich prosperierende Leben ausmacht ist nicht Ostdeutschland. Kaum 15 Minuten weiter, wenn man erstmal über die unattraktiven Trabanten Winzerla und Lobeda die Stadt hinter sich gelassen hat, sieht man was Ostdeutschland ist. Sowas hier zum Beispiel:

(source: eigenes flickr.)

Dieses Bild ist nicht etwa 20 Jahre alt, sondern wurde von mir persönlich im letzten Sommer in der kleinen Stadt Kahla aufgenommen. Ähnliche Zierden ließen verlautbaren, dass allen Personen, die tendenziell nicht mit den NPD-Plakaten vorort einverstanden sind, in dieser Gegend kein schönes Leben versprochen wird.

Die regelmäßigen Meldungen versprechen einen Alltag mitsamt rassistischen, antisemitische oder sexistische Vorfällen. Das ist dasn Eine. Da kann der Bürgermeister zu so vielen Trauerfeiern gegen Nazis (sic!) in andere Städte fahren wie er will. Das Andere ist der ganz alltägliche Wahnsinn respektive Normalzustand, vgl. Volksfeste (sic!) wie Kirmes oder auch “JenaTV”.

Zwei leider sehr gute Beispiele für den ganzen normalen Wahnsinn innerhalb der Studierendenschaft, sind die Zeitung “Unique” und regelmäßiger Unfug wie dieser hier:

(source: rosa extra blatt)

Jena ist ein kleines, in seiner Innenstadt, im Damenviertel, in West und in Wenigenjena (also den Bereichen, wo kein 10m²-Zimmer unter 250€ kostet), idyllisches Nest mit einem Hauch von Urbanität, vermittels Uni, Wirtschaft und besoffener Mittelstandskids in Dienstag-, Freitag- und Samstagnächten. Jena ist auch also nicht (ganz) Ostdeutschland.

Und das ist nur eine kleine Auswahl der aktuelleren Meldungen.

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