Wie man derzeit noch ruhig und ohne durchzudrehen durch die Straßen gehen kann grenzt an ein Wunder. Menschenverachtung hier, Rassismus dort, Sexismus & Misogynie überall. Und die EU bekommt den Friedensnobelpreis, passt ja in eine Reihe mit UN und Arafat. Aber der Reihe nach:

  • Nachdem Ende August in Berlin der Rabbiner Daniel Alter auf offener Straße verprügelt und seine Tochter mit Totschlag bedroht wurde, kommt es kurze Zeit später zu Beleidigungen wie  ”Judentussen” gegenüber 13 Schülerinnen einer jüdisch-orthodoxen Schule. Keinen Monat später und ausgerechnet an Yom Kippur wird Stephan Kramer, seines Zeichens Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, durch einen Passanten mit dem Satz “Du hast hier nichts zu suchen” bedroht. Die Polizei ermittelt nun wegen “wechselseitiger Bedrohung”. Das alles passiert während die Nation die rituelle Beschneidung “debattiert”. Ganz plötzlich interessiert sich Deutschland für das “Kindeswohl” (statt bspw. über den Schutz des Individuums und dessen Integrität nachzudenken) - dieses “Argument” wird hingegen nicht angeführt, wenn es um die Zwangsoperationen von intersexuellen Menschen geht; stattdessen schmeißt man mit Halbgarem um sich, wie Heinz-Jürgen Voss kritisiert. Alan Dershowitz hat das Perfide an der Sorge um das “Kindeswohl” in der Jüdischen Allgemeinen besprochen: “Heute sind neue Wörter an die Stelle der alten, diskreditierten Wörter getreten. Antizionismus statt Antisemitismus. Das Wohl des Kindes statt Verbot religiöser Rituale.” Unterdessen fordert die Grünen-Politikerin und Vorsitzende von Terre des Femmes, Irmingard Schewe-Gerigk, dass Judentum und Islam ihre Beschneidungsrituale beenden und vergleicht diese mit der “Witwenverbrennung”. Auch so Backpfeifen wie Michael Schmidt-Salomon - Mitbegründer der “Giordano-Bruno-Stiftung” - dürfen ihre 20cent und plumpen Szientismus in Sendungen wie dem Wutbürger_innen-Mitmachformat “zdf log_in” zum Besten geben. Weiß Gott warum… Das erinnert mich im Übrigen daran, dass die Grundstimmung bei der Solidaritätsveranstaltung für Rabbi Alter an einem Sonntagmittag in Berlin-Friedenau (nahe dem Tatort) vor allem davon geprägt war, dass Rabbi Alter ein guter und wertvoller Bürger im Kiez ist anstatt den Antisemitismus in jeglichen Formen zu verurteilen. Eine Bemerkung zum Al-Quds-Tag, der wenige Wochen zuvor in Berlin statt fand, kam nur aus einer Rede, die vom Publikum teils mit Schmach goutiert wurde - die Sorge um den eigenen Dreck vor der Kieztür wiegt halt schwerer. Etwaige Personen mit Israel-Flagge oder verwandten Symbolen wurden hingegen mit Scheinargumenten wie “es geht um etwas Höheres” belegt.

Z9020025

  • Unterdessen in Erfurt: Nicht nur ist es während des “Flüchtlingsprotestmarsch” zu den vorher von ihnen auf ihrer Website angekündigten Angriffsversuchen durch die NPD gekommen, auch ansonsten ist das Klima in der Landeshauptstadt weiterhin weiß, deutsch und also beschissen. Das zeigte sich auch in einer Nacht vor der gay-bar “Cosmopolar”, in welche ein junger Mann nicht eingelassen wurde, da sein Ausweis das Staatssymbol der Türkei enthält. Weitere Infos dazu gibt es in der Pressemitteilung des “AntiRa Campus Erfurt” (via wider die natur).
  • In anderen Gegenden (Ost)Deutschlands sieht es derzeit vor allem beim Thema Flüchtlinge und Asyl zunehmend gruselig aus: als ob die furchtbare Handhabung seitens des Staates nicht Qual genug ist, werden mehr und mehr Bürger_innen aktiv und gehen an ihren Jägerzaun dem der Frontex anzugleichen. In Güstrow-Dettmannsdorf bspw. wurde vor kurzem ein Flugblatt verteilt, welches mit vermeintlichen “Fakten” Stimmung gegen ein geplantes Asylbewerberheim macht. Nicht unweit von Güstrow wird ein Asylbewerberheim in Wolgast eröffnet, das einer Panorama-Reportage zufolge bei den Anwohner_innen nur mäßig ankommt; um nicht zu sagen ihre blanke rassistische Menschenverachtung darbieten lässt. Ein Reporter der taz hat sich dort auch mal umgeschaut. Apropos taz, Hilal Sezgin fordert eine zweite Entnazifizierung - eine ernstzunehmende Erste würde ich zwar auch begrüßen, aber da will ich mich mal nicht so kleinlich haben.
  • Im rhetorischen und menschenfeindlichen Fahrwasser des über die Grenzen Berlins hinaus bekannten Bürgermeister von Neukölln Heinz Buschkowsky und seinen in Buchform gepressten rassistischen Ergüssen, stehen auch einige Vorkommnisse in und um Berlin. Am 9. Oktober kam es zu einem Anschlag auf das Flüchtlingslager in Waßmannsdorf. Für den selben Tag hatte die CDU Rudow zu einer Bürgersammlung mit dem Titel “Asylbewerberheim in Rudow?” geladen. Waßmannsdorf und Rudow sind ca. 6 bis 7 Kilometer entfernt. Ingefähr 200 Rudower_innen kamen zur Versammlung - unter ihnen ein örtlicher NPD-Kader. In Thüringen unterdessen gewährt der CDU-Landrat Reinhard Krebs (Wartburgkreis) der hiesigen NPD Zutritt ins Flüchtlingslager Gerstungen. Und was geht eigentlich bei Hans-Peter Friedrich?
  • Abschließend noch ein Blick auf öffentlich-rechtliche Perlen der rape culture: Die Jungdeppen Joko & Klaas fanden es hammerwitzig in ihrer ZDF-Sendung “neoParadise” einer Frau ungefragt an Brust & Hintern zu fassen und sich anschließend einerseits wie kleine Jungs andererseits wie erwachsene Macker zu freuen mit Sätzen wie “Gott, aber der war das auch so unangenehm. Die stand da wirklich und hat sich richtig entwürdigt gefühlt. Die fährt jetzt gleich nach Hause und dann wird die erst einmal schön heulen unter der Dusche, die steht dann sechs Stunden unter der Dusche” (O-Ton dank SZ). Wenige Tage später bietet Günther Jauch dem Ehepaar Kachelmann die breite Sonntagabendbühne um sich als Oberopfer zu gerieren. Mehr dazu beim sehr empfehlenswerten Blog “Fernseher kaputt” (leider wird mir aber auch dort nicht erklärt, warum Lady Gaga bei Julian Assange zum Essen war). Oh, Joko ist am 20.10. in der “Villa am Paradies” in Jena zu Gast, falls jemand das Bedürfnis hat ein paar Schellen auszuteilen.
Zum Ende wenigstens etwas Schönes…

Anhörenswert: 

Termine:

  • 23.10. - Jena: Jutta Schwerin liest aus ihrem Buch “Ricardas Tochter. Ein Leben zwischen Deutschland und Israel” - Schillers Gartenhaus, 19Uhr.
  • 18.10. - Leipzig: Laurie Penny liest aus & diskutiert über ihr(em) Buch “Fleischmarkt. Weibliche Körper im Kapitalismus” in der Frauenbibliothek Monaliesa Leipzig.
  • 07.11. - Leipzig: Jonas Engelmann & Alexander Pehlemann stellen das Buch ”We are ugly but we have the music - Eine ungewöhnliche Spurensuche in Sachen jüdischer Erfahrung und Subkultur ” vor. 20Uhr, Kulturny Dom (Bornaische Str. 31). Organisiert von der Buchhandlung drift.
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Ein Bekannter hat sein erstes Buch “Ich kann nicht mehr” betitelt. Ich komme zu nichts, ich höre nur noch an (und selbst das in einem Gestus der sich naheliegender wie folgt formulieren ließe “ich höre nur noch ab”). Die Meldungen:

Anhörenswert:

Radio (ich entdeckte kürzlich die Seite hoerspieltipps.net und gebe ihr einen Versuch):

Veranstaltungen:

  • 9. März. Leipzig. Die “outside the box” lädt zur Benefizdisko. Conne Island (Koburger Str. 3). 23Uhr.
  • 13. März. Chemnitz. Im Lesecafé “Nachschlag” (im Kompott) gibt es eine Bertolt Brecht “Lesung mit Musik in vier Kapiteln”. Diese Kapitel werden dabei die folgenden sein: “Das soziale Gewissen, Den Krieg haben die Menschen gemacht, Das eingreifende Denken, Der Kommunismus ist das Mittlere”. Kompott (Leipziger Str. 3-5). 20Uhr.
  • 14. März. Erfurt. Lars Quadfasel äußerst sich “zur Kritik der positivistischen Religionskritik”. Radio FREI (Gotthardtstr. 21). 19Uhr. (Das erinnert mich daran, dass damals als der Papst in Erfurt medien- und mobwirksam von meinem Geburtstag abgelenkt hat, die ortsansässigen “Falken” einen guten Text zum ganzen Religionsspektakel veröffentlicht haben; bei Interesse könnte ich den mal einscannen oder ihr fragt bei den Falken selbst nach.)
  • 16. März. Erfurt. Andrea Trumann & Rebecca Maskos: “Bürgerliche Kleinfamilie - bitte pflegeleicht, vorzeigbar und nicht behindert”. Ort noch unbenannt”. 19Uhr.
  • 13./14. April. Weimar. Die Reihe “Kunst Spektakel Revolution” lädt zum Lektüre-Wochenende zur “Gesellschaft des Spektakels” von Guy Debord. Mehr Infos gibt’s hier.
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“Esther Leslie’s Dreams  31-x-2003”: hour-long show for Resonance FM about dreams, with records by Bill Doggett, String Trio of New York with Billy Bang, Mandy Rice-Davies, Louis Prima, John Littlejohn, Lord Tanamo and Steve Lacy - and Ben Watson playing the part of Walter Benjamin

(archive.org)

mehr von Esther Leslie & Ben Watson findet sich auf www.militantesthetix.co.uk

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lalalaetc:

Martin Büsser: Der Junge von nebenan. Graphic Novel, Berlin 2009.


“In Erinnerung an Martin Büsser” gibt es im Audioarchiv eine Zusammenstellung von Vorträgen und Interviews von und mit ihm, welche auch zukünftig ergänzt werden soll.
On January 7, 2011 at 7:01pm

lalalaetc:

Martin Büsser: Der Junge von nebenan. Graphic Novel, Berlin 2009.

“In Erinnerung an Martin Büsser” gibt es im Audioarchiv eine Zusammenstellung von Vorträgen und Interviews von und mit ihm, welche auch zukünftig ergänzt werden soll.

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shape:

Roger Behrens: Das Jahrzehnt der Gleichgültigkeit

Nichts ging mehr in den Nuller Jahren. Statt die Welt zu verändern, sind wir auf ihre Interpretation zurückgeworfen.

rogerbehrens.net

freibaduni.blogspot.com

(via xonethousandcriesx)

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Da ist sie, meine “allergische Reaktion”* auf erste Pollen der Neuauflage des Sommermärchens. Ich habe Angst vor dem Sommer (in der deutschen Öffentlichkeit), denn das Sommermärchen beginnt. Und diesmal mit mehr WIR als je zuvor (also nach fünfundvierzig).

“Wir sind nicht nur Papst, wir sind auch Pop-Kaiserin!”

(Matthias Opdenhövel/ARD)

Lena, dauerfahnenschwingend und glucksend, die immer so süß-frech sagt was ihr gerade durch den süß-sexy Kopf fliegt: endlich eine Deutsche in der Welt, die symbolisch mit dem neurotischen Redetabu der Deutschen bricht. Sie ist die neue Germania (“Oft trägt sie die Schwarz-Rot-Goldene Flagge”).

Und dabei ist sie

”[…] eine ganz besondere Botschafterin für Deutschland: sympathisch, weltoffen, selbstbewusst, lässig, bodenständig und zugleich ein bisschen verrückt”, urteilte Wulff.

(via)

Das kommt gelegen, nach der Dauerpräsenz von Lady Gaga, mit der überdurchschnittlich viele Menschen nichts anfangen können, weil: künstlich, abgedreht, macht das nur wegen dem Geld/Fame, billige Werbung (Stichwort: unverblümter Kapitalismus), “Vorwurf der Grenzüberschreitungen” und dabei ist es vor allem unklar ob nicht sie nicht doch ein MannWeibSonstwas ist. Nun muss es doch wieder was Normales geben.

Und endlich ist da nun ein Sternchen, das aus dem deutschen Haus mit ordentlichem MakeUp, kleinem Schwarzen und inhaltlich leichter Kost (“i even did my nails for you”) daher kommt. Weltoffen zwecks Bildungsbürger-Background und entsprechendem Oxford-Akzent. So natürlich, sie selbst, bodenständig, etc.

Hat Stefanie Heinzmann mit ihrem an Daria erinnernden Stil aus Jeans, Holzfäller-Hemden, langen unprätentiös gestylten Haaren, der Brille und diversen Metall-Stücken im Gesicht die deutsche Seele nicht so berührt? Wegen diesem Outfit, der Musik oder wegen ihrer schweizer Staatsbürgerschaft?

BILD erklärt, wie jedermädchen zu Lena werden kann**

Lena (Deutschland; statt ggf. Intellektuellen-Hass provozierenden Nachnamen), hingegen ist alles: süß, voller abgerundeter Kanten und normal und doch eine Marke mit Alleinstellungsmerkmal, welches sich vor allem in der Repräsentationsfunktion der dt. Bedürfnisse ausdrückt. Vater Raab hatte das schon das richtige Händchen für.

(via)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu BILD: „Ich gratuliere Lena Meyer-Landrut zu ihrem Super-Erfolg in Oslo. Lena hat mich mit ihrer Natürlichkeit und Herzlichkeit sehr beeindruckt. Sie ist ein wunderbarer Ausdruck des jungen Deutschlands.“

Schauspielerin und Sängerin Anna Loos brachte es auf den Punkt: „Unglaublich, ein Wunder. Stefan Raab ist der König von Deutschland und Lena die Prinzessin!“

(via)

Das nationale Spektakel scheint über das Ineinandergreifen der Handlungen verschiedener “repräsentativer” Akteur_innen sukzessiv angebahnt und kulturell sowohl im Milieu der Hochkultur (Anne-Sophie Mutter), dem der Hardrock-Macker (Bonfire) als auch dem von Lieschen Müller und Otto Normalidiot (Nena) eingebettet zu sein. Dank Kevin Prince Boateng gibt es einen Joker aus der Fremde auf den der Groll der potentiellen Niederlagen der vornherein mit schlechten Chancen dastehende Nationalelf in der “Ersatzschlacht der Zivilisation” (Sibylle Berg) projeziert wird.

Die Ankunft von Lena in Hannover wird (laut tausendfacher Aussage der Rocker vom Kiez aka ARD-Bühne in Hamburg) frenetisch gefilmt und bejubelt wie anno 2006 die Rückkehr der Fussballsoldaten. Dabei lässt sich der grenzdebil wirkende Christian Wulff nicht lumpen und weiß das Ganze gleich in Standortpolitik zu transferieren: nächster Contest wird dann in der “Medienstadt Hannover” betrieben.

“Oder gehören Sie zu denen, die ganz laut “12 Points!” rufen, wenn der ganze Spuk vorbei ist? Lassen Sie uns doch den Spaß! Ihr GMX Team”

Ich schätze schon, liebes GMX-Team. Nur wird der Spuk leider nicht vor dem gleichzeitigen Auftreten der Lena-Jubelei, der Nena-Made-in-Germany-Tour und dem Public Viewing enden.

Aber nun haben “wir” ja glücklicherweise auch gewonnen. Mit weitem Vorsprung, aber auf den Fakt, dass Israel und andere 0 Punkte an “uns” vergeben haben muss an diversen Stellen noch in deutscher Gründlichkeit bemerkt werden:

User_in bei ZEITOnline:

oder diverse auf Twitter:

(diese und weitere Dokumentation via)

»Nicht ein Punkt aus Israel – hat Lena zuviel Gas geben?«

(via)

Soviel zu den akuten Erscheinungen der Allergie Deutschlandwahn, denn: jegliches Lamentieren hat leider ohnehin nur noch die Funktion, im bevorstehenden Fahnenmeer den eigenen Verstand nicht zu verlieren. Darüber hinaus kann und mag offensichtlich keine_r denken.

Zu dieser Gelegenheit mal wieder anhören; damit argumentieren bringt (erfahrungsgemäß) leider nichts; irgendwann hat sich mein Dikussionsbedürfnis aufgelöst:

“Deutschlandwahn in der Popkultur” (direkter Link zur mp3)

Roger Behrens (via)

* Ohne irgendwelche Naturalisierung/Biologisierung betreiben zu wollen; Stilmittel, bloßes.

** Darunter dann auch die obligatorischen Alltagsschlagzeilen, die den Kit der “Normalen” bieten: “Seid ihr krank im Kopf, ihr U-Bahn-Schläger?” darunter “Ich erwürgte die Geliebte meines Vaters” (ohne “krank”). Und darunter dürfen natürlich die blankgezogenen (weiblichen) Brüste nicht fehlen.

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lalalaetc:

6h057:

The Thermals - Here’s Your Future

 Sowas höre ich in der Küche. Ultralaut.

Riesengute Idee, welcher ich nun nachgehen werde! Hallo Luftbass!

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hardcorefornerds:

Native Nod - ‘Bread’, from Today Puberty, Tomorrow the World (Gern Blandsten, 1996)

””Bread” is a lot more developed, with some of the earliest emo-peggio (god, I hope that term doesn’t catch on) twinkly guitar parts alternating with full-bore crashing distortion.” (fourfa.com)

Frage: Wie kann ich an dieser Stelle, so anonym und ohne Mimik und Gestik, vermitteln wie gern ich diese Musik habe?

Antwort: Vermutlich gar nicht. Und ich maße mir nicht an, zwecks mangelnder rhetorischer Fähigkeiten, zu versuchen das in Worte zu transferieren.

Deshalb: anhören und ggf. weiterhören und ebenfalls irgendwie “gut” finden.

Schön ist auch, dass ich jetzt erst lese, dass es ja im letzten Jahr mehrere Reunion-Konzerte der mir noch lieberen The Van Pelt gab. Hier gibt es einen halbstündigen Mitschnitt davon.

Insgesamt lässt mich das hoffen, dass nicht nur Ted Leo, sondern eben auch Chris Leo mit einer seiner musikalischen Formationen (Vague Angels hat auch was für sich) wieder in die Öffentlichkeit und somit meine emotional-angespannte Wahrnehmung tritt.

Evtl. sind mir The Lapse, mit Toko Yasuda am Bass, doch am liebsten. Darauf ein Video:

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Für diejenigen, die nicht in die Gelegenheit kamen, sich die erste Ausgabe des “outside the box” in gedrucktem Format zu zulegen, gibt es über den heft-verbundenen Blog sowie über das Audioarchiv eine Möglichkeit einer 23minütigen Hörprobe.

Der Call for papers für Nr. 2 wurde im Übrigen bis zum 7. Mai 2010 verlängert.

Schwänze für alle und zwar umsonst.
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Nicht topaktuell (für “uns” hier im “Westen”), aber dennoch relevant und wo ich einmal beim Thema bin… vgl. Shahida; hier etwas thematisch Verwandtes, aber dennoch anders kompliziert.

Zum einen bitte ich um Aufmerksamkeit und ggf. Unterzeichnung einer Petition, welche von der Kritischen Islamkonferenz initiiert wurde. Diese hat zum Ziel, dass die Abkehr vom muslimischen Glauben und die in den “Herkunftsländern” potentielle Gefahr für jeweiligen Personen ernst genommen und als Grund für Asylgesuche anerkannt werden. Die hiesigen, menschenfeindlichen Aspekte, welche ein Asylverfahren in Deutschland bedeuten soll hier nicht relativiert, jedoch aufgrund der Dringlichkeit im Vergleich zur Lebensgefahr an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden.

Alle wichtigen Informationen (inkl. Link zur Petition) finden sich hier.

Passend dazu möchte ich auf einen Vortrag von Mina Ahadi, der Vorsitzenden des Zentralrats der Ex-Muslime, zur “aktuellen Situation im Iran” (10/2009) aufmerksam machen. “Sie bezog ex­pli­zit Stel­lung gegen eine fal­sche Wahr­neh­mung des Irans in Deutsch­land und rief zur Un­ter­stüt­zung op­po­si­tio­nel­ler Exil-​Ira­ne­rIn­nen auf.” (Audioarchiv)

Außerdem gibt es Mitschnitte von zwei Veranstaltungen in Münster, die Kritik am politischen Islam formulierten. Mit dabei u.a. Stephan Grigat (bei Namensklick Video zu anderem Vortrag), Jörg Sundermeier, Wa­hied Wa­ha­dat-​Hagh und Udo Wolter.

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